RIES JOURNAL

Neu erschienen: RIES JOURNAL Doppelnummer 05/2018

Ries Journal 5-2018

Die vorliegende Ausgabe ist dem Andenken an Prof. Dr. Bodo von Dewitz gewidmet, unseren stellvertretenden Vorsitzenden, der am 17. November vergangenen Jahres im Alter von nur 67 Jahren verstorben ist. Er war einer der ersten und engagiertesten Förderer unserer Gesellschaft. Seine Kompetenz als Historiker, Autor und Herausgeber werden wir schmerzlich vermissen.

In der fünften Ausgabe des RIES JOURNALS werden das Leben und die berufliche Tätigkeit von Joseph Franz Ries (1792 – 1861), des drittältesten Bruders von Ferdinand Ries, eines leidenschaftlichen Klavierbauers, vorgestellt. Die in den USA tätige deutsche Musikwissenschaft-lerin Sabine K. Klaus hat uns gestattet, ihren bereits 2003 im Early Keyboard Journal 21 erschienenen englischsprachigen Aufsatz zu Joseph Franz Ries hier erstmals in deutscher Sprache zu veröffentlichen. Ihre Studie zeichnet das entbehrungsreiche Leben eines Klavierbauers in Wien in der Mitte des 19. Jahrhunderts nach, als es zwar großen Bedarf an Pianos, aber eine ebenso große Konkurrenz unter deren Herstellern gab. Die Wiener Musikhistorikerin Rita Steblin hat in den dortigen Archiven zur Person von Joseph Franz Ries eine Vielzahl von bisher unbekannten biographischen Details gefunden, die das von Sabine K. Klaus gezeichnete Porträt vervollständigen. Da der Text von Rita Steblin in einem für deutsche Leser leicht verständlichen Englisch verfasst ist und alle gefundenen Dokumente im deutschen Original wiedergegeben werden, ist die Redaktion ihrem Vorschlag gefolgt und hat auf eine deutsche Übersetzung verzichtet, zumal das vorliegende Heft durch den Abdruck beider Beiträge bereits sehr umfangreich geworden ist.

Die Musik von Ferdinand Ries stößt in jüngster Zeit auch bei der jungen Generation von Musikwissenschaftlern im In- und Ausland auf wachsendes Interesse. Klaus Wolfgang Niemöller stellt in seiner Sammelrezension drei interessante Magister- bzw. Bachelorarbeiten vor, die in den letzten zwei Jahren erschienen sind.

 

Bisher erschienen:

RIES JOURNAL Doppelnummer 04/2016

Ries Journal Ausgabe 04/2016

Im 4. Heft des RIES JOURNAL beschäftigt sich der schwedische Pianist und Musikhistoriker  Anders Gabriel Sundström mit der ausgedehnten Konzerttournee, die  Ferdinand Ries von 1811 bis 1813 durch Norddeutschland, Dänemark, Schweden, Finnland und Rußland unternommen hat.

Bisher war neben den wenigen erhaltenen Ries-Briefen aus dieser Zeit kaum etwas über diese Reise bekannt. Da Ries die Angewohnheit hatte, die Manuskripte seiner Kompositionen mit Orts- und Zeitangaben zu versehen, ist es uns möglich, seine Reiseroute nachzuzeichnen und die Fülle der in dieser Zeit entstandenen Werke zu erfassen. Trotz der teils abenteuerlichen Ereignisse und der strapaziösen Reisebedingungen müssen ihn die mannigfaltigen Begegnungen und Erlebnisse an den fremden Orten so inspiriert haben, dass er in jeder Stadt, in der er konzertierte, auch neue Kompositionen schuf. Aus dieser Zeit stammen frühe Schlüsselwerke wie das in Kassel entstandene Konzert für zwei Hörner und Orchester Wo0 19, das hinreißende 3. Klavierkonzert op. 55 und die „Swedish National Airs“, die ihm die Aufnahme in die Königlich-Schwedische Musikakademie sicherten. Mit diesen Werken erarbeitete er sich eine eigene kompositorische Handschrift, die ihn sowohl von seinem Lehrer Beethoven als auch von den anderen Komponisten seiner Generation unterschied.

Der Autor hat bisher unbekannte schwedische und finnische Quellen erschlossen und vor allem die vielen Berichte der Allgemeinen Musikalischen Zeitung herangezogen, die uns ein lebendiges Bild über die Entwicklung von Ries‘ Karriere und den europäischen Rezeptionshorizont seiner Musik in den Jahren 1811 bis 1813 geben.

Da der Originaltext von Anders Gabriel Sundström in englischer Sprache verfasst worden ist und die Musik von Ferdinand Ries auch international zunehmend Beachtung und Bewunderung erfährt, erscheint das RIES JOURNAL mit dem vorliegenden Heft erstmals zweisprachig (deutsch/englisch).

 

Bisher erschienen:

RIES JOURNAL Doppelnummer 03/2014

Ries Journal 2015

Das Thema der 3. Ausgabe des RIES JOURNALS ist ein Dokument der musikalischen Rezeptionsgeschichte, das, obwohl für alle sichtbar, bislang noch nicht zum Gegenstand der musikhistorischen Forschung geworden ist. Es handelt sich um das „Musik-Relief“ am Sockel des 1878 enthüllten Denkmals für den  preußischen König Friedrich Wilhelm III. auf dem Heumarkt in Köln. Auf diesem sind sieben Musiker und Komponisten dargestellt, die seinerzeit als die maßgebenden Persönlichkeiten für die Musikentwicklung in Preußen und den seit 1815 zu Preußen gehörenden Rheinlanden erachtet wurden. Es zeigt, versammelt um die zentrale Figur Ludwig van Beethovens, die Musiker Carl Maria von Weber, Felix Mendelssohn-Bartholdy, Giacomo Meyerbeer, Bernhard Klein, Carl Friedrich Zelter und Ferdinand Ries.

Barbara Mülhens-Molderings untersucht anhand der bisher kaum gewürdigten plastischen und grafischen Entwürfe die Entstehungsgeschichte des Bildprogramms des Musik-Reliefs und dessen künstlerische Realisierung durch die Berliner Bildhauer Hermann Schievelbein und Alexander Calandrelli. Klaus W. Niemöller stellt die Geschichte des Musik-Reliefs in einen kulturhistorischen Zusammenhang mit den musikalischen Aktivitäten, Vereinigungen und Institutionen der Bürgergesellschaft Kölns. Zugleich geht er der Frage nach, in welchem Verhältnis die dargestellten Musiker und Komponisten zu Preußen und den Rheinlanden standen und was sie zur Aufnahme in das rheinisch-preußische Pantheon der Musik 1878 prädestinierte.


RIES JOURNAL Doppelnummer 02/2012

>> PDF-Version der Ausgabe 02-2012

Ries Journal 02-2012

Die 2. Ausgabe des RIES JOURNALS enthält eine umfangreiche quellengeschichtliche Studie von Klaus W. Niemöller zu den Niederrheinischen Musikfesten. Ferdinand Ries bestimmte eine ganze Phase dieser über das Rheinland hinaus wichtigen Großveranstaltungen. Es waren nicht weniger als acht Musikfeste, auf denen er zwischen 1825 und 1837 nicht nur als Festdirigent, sondern auch als Komponist auftrat. Des Weiteren stellt der Autor die rheinische Altertumssammlerin und engagierte Musikfreundin Sibylle Mertens-Schaafhausen vor, zu der Ries in freundschaftlicher Verbindung stand und die eine führende Rolle bei der musikalischen Vorbereitung der Bonner Teilnehmer an den Niederrheinischen Musikfesten in Aachen, Düsseldorf und Köln spielte.
Des Weiteren enthält das Heft einen Beitrag von Axel Beer, in dem der Inhalt von 27 bisher unpublizierten Briefen von Ferdinand Ries an das Bureau de Musique von Ambrosius Kühnel und C. F. Peters in Leipzig in Form eines Überblicks vorgestellt wird.

 

RIES JOURNAL Doppelnummer 01/2011

>> PDF-Version der Ausgabe 01-2011

Ries Journal 01-2011

Gleich in der ersten Nummer können wir mit einer kleinen Sensation aufwarten: Barbara Mülhens-Molderings – die Vorsitzende der Ferdinand Ries Gesellschaft – hat das Original einer bisher nur in Auszügen bekannten, seit dem Zweiten Weltkrieg als verschollen geltenden Briefs von Ries ausfindig gemacht.
Dieser Brief ist von besonderem Wert, weil er eine autobiographische Skizze und ein Werkverzeichnis enthält. Er wird hier nun erstmals vollständig als Faksimile und in Übertragung veröffentlicht.

Einzelpreis: 4,50 € -, Doppelnummer 6,-- €
ISSN: 2193-4428
Zu bestellen bei:
Ferdinand Ries Gesellschaft e.V. Bonn
Weberstr. 61
53113 Bonn
info@ferdinand-ries.de

oder bei C.A. Hainholz, riesjournal@hainholz.de

 
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Lorenz Janscha, Johann Ziegler: Ansicht des Theaters und Redoutensaales zu Godesberg, kolorierter Kupferstich 1729, markiert: Ferdinand Ries Geburtshaus
Ferdinand Ries um 1820, Öl/Lwd., Beethoven-Haus Bonn
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